02.10.2016

querfeldein






geburtsschrei irgendwo erlischt ein stern



Helga Stania









zwischen all unseren Kriegen 
geborgte Kinder 



Eva Limbach









< Spiegeluniversum >
begegne der Frau
die ich einst war



Ramona Linke









humANIMAListisch






 

Protuberanzen alles was bleibt leuchtendes Blau






 

gebleichtes Gras ich lebe



Gabriele Hartmann









Kühlschrankmagnetosphäre — der äußere Wendekreis meiner Ich-Partikel



Beate Conrad








querfeldein

gendai-junicho



Christopher Street Day
meine Erinnerungen
querfeldein






auch von Vater Staat
volle Unterstützung






große Pause
Mamas Leberwurstbrote 
Goethes Faust






K.o. in der Dritten
Nebenfrauen ...






mit prallen Tüten
den grünen Ausgang
blockiert






beim Containern erwischt
Wirtschaftsstudenten






per Blattschuss
zur Strecke gebracht
Stadtfüchse 






die nassen Lunten
dreier Musketiere






überreizt!
„Schneider, schwarz, 
angesagt“






Achtsamkeitsübungen
ein Magen beschwert sich






Eucharistie
unterm Bundeswehrfallschirm
Augenlidzucken






Floating Piers
endlich – sein Ja






Gabriele Hartmann: 2, 4, 5, 7, 9, 12
Ralf Bröker: 1, 3, 6, 8, 10, 11



Kommentare:

  1. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich bei diesem Projekt immer nur die gleichen Autoren(innen) beteiligen. Diese Auswahl (bis auf zwei, drei Ausnahmen) finde ich total einseitig und dadurch sehr langweilig. so macht das Schreiben von Gendai und auch das Lesen keinen Spaß mehr. Immer die gleichen Autoren(innen) mit ihrem fast immer gleichen Stil. Wo bleibt die Vielfalt? Tut mir leid, aber ich musste das mal los werden.

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  2. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich bei diesem Projekt immer nur die gleichen Autoren(innen) beteiligen. Diese Auswahl (bis auf zwei, drei Ausnahmen) finde ich total einseitig und dadurch sehr langweilig. so macht das Schreiben von Gendai und auch das Lesen keinen Spaß mehr. Immer die gleichen Autoren(innen) mit ihrem fast immer gleichen Stil. Wo bleibt die Vielfalt? Tut mir leid, aber ich musste das mal los werden.

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  3. Liebe/r Anonym,

    zunächst: Vielen Dank für die kritische Auseinandersetzung mit VerSuch. Meine Bitte: Ihr Kommentar liegt in drei Fassungen vor. Kann ich zwei davon streichen? Und wenn ja: welche?

    Zu Ihrem Feedback: Die Gruppe der regelmäßig einreichenden Autoren ist klein. Es kommen immer wieder mal welche hinzu oder es geht jemand. Letzteres passiert meist dann, wenn der Autor ein-,zweimal hintereinander nicht berücksichtigt wurde. Insgesamt läßt sich feststellen, dass die Experimentier- und Innovationsfreudigkeit unter deutschsprachigen Haiku-Autoren sehr gering und unter Haiku-Autorinnen gering ausgeprägt ist.

    80 bis 95 Prozent der eingereichten Texte können wir nicht in VerSuch veröffentlichen, weil sie - in unseren Augen - keine Haiku oder nicht Gendai sind. Stil ist dabei nicht die Kritikbasis, sondern eher Wiederholungen von Themen, Stilmitteln und Bildern. Entsprechend ist gerade die Konzentration auf diese wenigen Autorinnen in dieser Ausgabe ein Beleg für unsere zugegeben strenge Auswahl. Dass Sie den Stil der veröffentlichten Werke langweilig finden, sei Ihnen unbenommen.

    Gleichzeitig möchten wir Sie und andere Autoren aufrufen, mutig und experimentierfreudig das Haiku-Feld zu bearbeiten. Erwarten Sie dabei von uns hohes Interesse und intensive Beschäftigung. Erwarten Sie aber bitte nicht die Veröffentlichung von Non-Gendai-Texten, nur um die Liste der publizierten Autoren zu verlängern.

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